Fachliche Grundlagen und Nutzungshinweise
Woher die fachlichen Bezüge kommen, was die Materialien leisten und wie sie verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Eigene Arbeitshilfen mit nachvollziehbaren Bezügen
Die Vorlagen sind eigenständige Fallfokus-Arbeitsmaterialien. Sie greifen Praxisbeobachtungen und die unten genannten fachlichen Orientierungen auf. Sie sind weder amtliche Formulare noch standardisierte, wissenschaftlich validierte Instrumente. Die Nennung einer Quelle bedeutet keine Prüfung oder Empfehlung von Fallfokus durch deren Herausgeber.
Die Zielvereinbarung unterstützt die Verständigung im Arbeitsalltag. Sie ersetzt nicht das formelle Hilfeplanverfahren oder die dafür vorgesehenen Dokumente.
Quellen und ihre Einordnung
- BAG Landesjugendämter (2023): Qualitätsmaßstäbe und Gelingensfaktoren für die Hilfeplanung gemäß § 36 SGB VIII, 2. vollständig überarbeitete Auflage (PDF)
Fachlicher Bezug für Beteiligung, Ressourcen- und Sozialraumorientierung sowie Kooperation. Besonders relevant: Kapitel 3.4 und 4.3.4. Die Empfehlungen betreffen das Hilfeplanverfahren; unsere Alltagshilfen bilden dieses Verfahren nicht vollständig ab.
- Social Care Institute for Excellence: Social work recording
Orientierung für nachvollziehbare Dokumentation: konkrete Angaben, erkennbare Einschätzungen und Beteiligung der betroffenen Person. Englischer Praxiskontext; keine Übernahme britischer Rechtsvorgaben.
- Social Care Institute for Excellence (2018): Strengths-based social care for children, young people and their families
Bezug für die Sicht auf Fähigkeiten, Beziehungen und Lebensbedingungen sowie die gemeinsame Entwicklung passender Unterstützung. Die Fallfokus-Netzwerkkarte ist eine eigene Gestaltung, keine Kopie eines standardisierten Verfahrens.
- Research in Practice (2024): Rethinking gender in genograms
Bezug für den reflektierten Umgang mit Zeichen und Familienrollen. Die Fallfokus-Vorlage ist eine eigene vereinfachte Gesprächshilfe; der englische Beitrag ersetzt keine deutschen Verfahrensvorgaben.
Quellen zuletzt geprüft am 26.09.2026.
Schutzplanung
Der Schutzplan ist eine eigenständige Vorlage für Maßnahmen, Verantwortlichkeiten, Fristen und die Überprüfung der Schutzwirkung. Fachliche Orientierung bieten § 8a SGB VIII in seinem jeweiligen Anwendungsbereich und der Dresdner Kinderschutzordner. Die Vorlage ersetzt keine Gefährdungseinschätzung, InsoFa-Beratung oder verbindlichen örtlichen Schutzverfahren.
Zugänglichkeit der Materialien
Die PDFs enthalten auswählbaren Text. Die Formulare Zielvereinbarung und Schutzplan besitzen beschriftete Eingabefelder. Die Netzwerkkarte enthält eine zusätzliche lineare Fassung.
Es liegt keine vollständige PDF/UA-, WCAG- oder Screenreader-Abnahme vor. Die Dateien werden daher als barriereärmer, nicht als nachweislich barrierefrei angeboten. Die Word-Fassungen und die lesbaren Webtexte bleiben als Alternativen verfügbar. Eine Rückmeldung zu konkreten Zugangsproblemen ist willkommen.
Redaktion und Weiterentwicklung
Projektverantwortung: Erik Beger, Fallfokus. Die Arbeitshilfen verbinden Erfahrungen aus der Praxis mit den genannten fachlichen Grundlagen. Rückmeldungen aus der Anwendung fließen in ihre Weiterentwicklung ein.
Die jeweilige Materialversion steht in der Datei. Die Web-Beispiele zeigen zusätzliche erfundene Anwendungssituationen; Beispiele in bereits vorhandenen Word-Dateien können andere Situationen verwenden.
Genogramm-Legende: Jan Gramm, Genogrammanleitung, Seiten 3, 4 und 8 (DGP-Website, PDF). Eigenständige verkürzte Zeichnung für Fallfokus; keine Empfehlung oder Freigabe durch die DGP.